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Ich durfte viel reisen: durch Russland, das nahe und das ferne Ausland. Besonders lieb gewann ich aber Burjatien — „voll Taiga, Seen und Steppe“. Von jeder Reise brachte ich Steine mit. Wenn ich sie später umlegte, erlebte ich wieder jenes sehnsüchtige Gefühl der Romantik ferner Wege.

Hier etwa ein grüner Stein mit silbrigen Schichten, Chrysotilasbest vom Berg Nogoon-Ula in den Tunkiner Bergen. Ein leuchtend gelbes Stück Schwefel hob ich am Hang des erloschenen Mendelejew-Vulkans auf, als ich die Kurilen besuchte. Ein gewichtiges, schweres Mineral ist Kupfer-Nickel-Erz aus der arktischen Grube „Medweschi!“ bei Norilsk. Daneben liegt Quarz vom Gipfel des höchsten Berges im Chamar-Daban. Woher aber stammt dieser grüne, sich glatt anfühlende Stein? Die Erinnerung ruft eine schwierige Bergtour im Ostsajan hervor und einen klaren Fluss mit dem lyrischen Namen Sagan-Sair, übersetzt „weißer Kies“.

Hauptteil

Wir wanderten am Fluss entlang. Auf den Pässen ließen wir die Rucksäcke von den Schultern gleiten und fielen auf die Knie, um zwischen dem bunten Kies etwas Außergewöhnliches zu finden. Lange stand uns danach noch das wunderbare, in allen Regenbogenfarben gemalte Bild vor Augen. Beim Bach Smejewikowy liegt ein ganzes Vorkommen von Serpentin, einem glatten Schmuckstein. Ein Stein nahe der Einmündung des Baches in den Sagan-Sair ergänzte meine persönliche Sammlung.

Von Burjatien darf man mit Recht als einem Land sprechen, „wo man in den Bergen nach Gold gräbt“. Einmal stellte ich eine Wandergruppe aus elf Menschen zusammen, und wir fuhren zum Witim, um unseren „Grimmigen Fluss“ zu sehen. Jeden Tag kamen wir hier an alten verlassenen und an betriebenen Goldgruben vorbei. Interessant war dies: Sahen wir alte Abraumhalden einstiger Goldsucherschächte neben dem Reitpfad, blieben wir unwillkürlich stehen, warfen die Rucksäcke ab und begannen zu graben, in der Hoffnung, plötzlich Glück zu haben und ein Goldnugget in den Händen glänzen zu sehen.

Das Gefühl war außergewöhnlich stark. Doch außer rostigem Werkzeug fanden wir nichts. Das Gold blieb uns versagt, obwohl es so nah schien. Bald verließen wir die Ufer des Witim und jene denkwürdige, vielversprechende Landzunge, deren Name wie Dank und Hoffnung klang.