Zwanzig Kilometer von Ulan-Ude entfernt, dort, wo die Bargusin-Straße steil zum Pass hinaufzusteigen beginnt, führt links durch eine Talmulde ein alter Holzabfuhrweg. Zu Winterbeginn leuchten an den Talhängen oft rote Vogelbeertrauben. Zwischen Schneewehen dringt eine eisfreie Quelle hervor. Ringsum glitzern an den bereiften Strauchzweigen Edelsteine in den Strahlen der Sonne, die hinter dem Bergrücken aufsteigt.
Die Skispur zieht an nachdenklich geneigten Birken und zottigen Zirbelkiefern vorbei. Links tauchen im Espenhain graue Felspyramiden auf, und hinter einer Biegung erscheint eine weite Lichtung. Ein Gipfel ist ganz nah. Steigt man hinauf, gelangt man gleichsam in eine andere Welt.
Hauptteil
Hier toben oft Schneestürme, und die Bäume tragen weiße Pelze, die in der Sonne funkeln. Wie auf eine schneeweiße Tischdecke gestickt verlaufen die kleinen Kreuze der Auerhuhnspuren und die kunstvollen Zickzacklinien der Hasen. Hier im Schnee eine doppelte Perlenspur, dazwischen ein Strich: die Spur des Schwanzes. Die wilden Bewohner selbst haben im Schnee unterschrieben, jeder in seiner eigenen Handschrift.
Wer diese geheimnisvollen Zeichen lesen kann, erfährt viele Tiergeheimnisse. Wie verzaubert steht dichter Wald vor uns. Der Schnee liegt auf den Bäumen bald als geschlossene Decke, bald als Mütze, bald als kunstvolle Anhäufung. Schön ist es im Winterwald.
Rasch endet der Tag. Die Sonne ist verschwunden, und blaue Abendschatten fallen auf den Pfad. Wieder zu Hause bleiben Sie noch lange im Bann der märchenhaften Bilder des Winterwaldes und träumen davon, ihnen am nächsten freien Wochenende wiederzubegegnen.

@nevsky_alexander
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