Bald sind achtzig Jahre vergangen, seit fünf junge Frauen aus Burjatien im März 1937 im Moskauer Dynamo-Stadion eine einmalige Fuß- und Skitour beendeten: sechstausend Kilometer und 95 unvergessliche Tage. Sofja Tychejewa, Maria Chachalowa, Jelisaweta Konstantinowa, Wera Ljubimskaja, Anastassija Sunkujewa. Tychejewa hinterließ das Erinnerungsbuch „95 unvergessliche Tage“. Zum Start schreibt sie: „… unsere Kommandantin meldet dem Vorsitzenden des Rats der Volkskommissare, Genossen“
Dorschijew: „Die Mannschaft ist bereit!“ Daschup Dansaranowitsch schwenkt die Flagge, das Orchester spielt den Marsch. Wir brechen auf.“ Heute steht an dieser Stelle auf dem Revolutionsplatz der Stadt
Ulan-Ude eine Gedenktafel. Es war Oktober 1936. Über dem Kino Erdem hing eine Routenkarte; täglich verfolgten Menschen die Mannschaftsflagge. Der siegreiche Einzug in Moskau im März 1937 förderte Sport und Wandern in Burjatien stark.
Erfreulich, dass die Republik das Ereignis regelmäßig an Jubiläen würdigt. Wir Wanderveteranen, W. A. Newski, Vorsitzender des Tourismusverbands Burjatiens (1977–1993), S.
N. Konstantinenko, Mitglied des russischen Journalistenverbands, W. A. Lubsanowa, Leiterin des Klubs Baikal–Chamar-Daban, W.
A. Scharow, Fernsehjournalist und Reisender, möchten die Tradition mit einer zwei- bis dreitägigen Wanderung um Ulan-Ude auf Trainingswegen der Frauen fortsetzen. Vorschlag: Bushaltestelle Kulkisson — Babassanowskaja-Tal — Drjasgowity-Bach — Bach
Malaja Retschka — Berg Suchaja — Kulemina-Tal — Jugendquelle — Zentrum für östliche Medizin. Drei markante Gipfel: Babassanowskaja (1 113 m),
Drjasgowitaja (1 249 m), Suchaja (1 185 m). Die Autoren nennen interessante Höhepunkte, etwa den „Steinfluss“ am oberen Drjasgowity.
Moos und Flechten malen gelbe und hellgraue Flecken auf die Steine. Ringsum Felschaos… Manchmal scheint ein mächtiger Steinstrom mitten im Lauf erstarrt… Die ungewöhnliche Schönheit verblüfft und bezaubert.
Ein weiteres Beispiel: Am Ende des Babassanowskaja-Tals links zum Grat aufsteigen; dort liegt eine malerische Felswand. Ein Rastplatz, herrliche Fotos garantiert.
Für Tee am Feuer Wasser mitbringen. Auf Suchaja findet sich eine Stahlmarke zwischen großen Steinen. Besonders wichtig: ein größerer erhaltener Wacholdergürtel um den Gipfel.
Nicht abbrechen! Abwärts folgen wir dem alten Jagdpfad südwestlich über den Grat. Bald erreicht er den von Veteranen „Singende Kiefer“ genannten Pass. Einst stand hier eine auffällige zweigipflige Kiefer.
Wind spielte Waldmelodien in ihren elastischen Ästen, daher der Name. Im Kulemina-Tal setzen wir uns kurz und danken den Geistern als Ortsherren. Nach der üblichen Gabe neben dem Pfad geht es weiter.
Von insgesamt etwa vierzig Kilometern bleiben höchstens 6,0. Bald sehen wir das Dach des Medizinzentrums in Werchnjaja Berjosowka. Schwierigkeiten sollen nicht abschrecken: Das Ziel schenkt Güte, Liebe und Wohlbefinden. Für Wochenend- und Mehrtagestouren braucht es natürlich erfahrene Ausbilder und Führer.
Zuletzt: Gute Ausbildungsmöglichkeiten sind unser Glück. Tourismusabteilungen bestehen an der Burjatischen Staatsuniversität, der VSGAKI und am Baikal-College für Service und Tourismus.

@nevsky_alexander
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